Nasenatmungsbehinderung

Chronisch verstopfte Nase

Warum die Nase immer verstopft, und was man dagegen tun kann.

PROBLEM

Die Durchgängigkeit der Nase wird durch die sogenannten Nasenmuscheln bestimmt. Das sind Schwellkörper, die seitlich in der Nase angebracht sind und sich mehr oder weniger mit Blut füllen können, um so den Naseninnenraum von der Weite her zu regulieren und so die Nasenatmung dem jeweiligen Leistungsstand anpassen. Drei Schwellkörper gibt es auf jeder Seite, wobei der untere und mittlere für die Nasenatmung die wesentliche Rolle spielen.

Jeder kennt den Effekt geschwollener Schwellkörper bei einer Erkältung. Dabei sind die Schwellkörper maximal vergrößert und die Nase ist verstopft. Nimmt man dann abschwellende Nasentropfen, werden die Schwellkörper wieder kleiner und man kann frei atmen.

Etwas Ähnliches passiert den ganzen Tag über, denn die Schwellkörper werden mal größer, mal kleiner, und das abwechselnd, damit die Nase ihre Funktion, nämlich die Atemluft zu konditionieren, d.h. zu reinigen, anzuwärmen und anzufeuchten, optimal erfüllen kann.

Es gibt jedoch mehrere Gründe, warum die Funktion der Nasenschwellkörper so gestört sein kann, dass es dauerhaft zu einer Verstopfung der Nase kommt. Meistens liegt eine Kombination von Gründen vor:

  • Unter ungünstigen klimatischen Bedingungen (trockene, staubige Luft) verfallen die Schwellkörper in einen Reizzustand, werden zu groß sind und verstopfen die Nase.
  • Alterungsprozesse spielen eine Rolle, denn die Schwellkörper haben die Tendenz, im Laufe des Lebens etwas an Füllungskapazität zu zunehmen, ähnlich wie ein Luftballon, den man immer wieder aufgeblasen hat und der dadurch etwas ausleiert. Meistens beginnt dies um das dreißigste Lebensjahr.
  • Chronische Entzündungen und Schleimhautschwellungen in den Nasennebenhöhlen, übrig geblieben von der letzten Erkältung, üben einen Reiz auf die Schwellkörper aus.
  • Allergien (Heuschnupfen, Hausstaubmilben-Allergien) oder Allergiebereitschaft gehen mit einer Reizung und Vergrößerung der Schwellkörper einher.

Am Tage bekommt man dann noch ganz gut Luft, da man sein Blut in der Muskulatur braucht und mehr Adrenalin im Kreislauf ist, aber nachts, wenn man liegt und der Kopf unten ist, kommt mehr Blut in den Kopf und die Schwellkörper schwellen an, besonders auf der Seite, auf der man liegt. Dann ist die Nase stundenlang verstopft. Damit verschlechtert sich auch die Belüftung zu den Nasennebenhöhlen und Mittelohren, so dass Schleim nicht richtig ablaufen kann. Chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Probleme mit dem Druckausgleich können sich aufschaukeln. Außerdem muss wenigstens teilweise durch den Mund geatmet werden, was auf die Dauer zur Austrocknung des Rachens führt und als Folge Hals- und Lungenbeschwerden mit sich bringt.

Eine wesentliche Folge nächtlicher Nasenatmungsbehinderung ist das Schnarchen, denn wenn der Atemwegswiderstand steigt, muss man stärker saugen, um Luft in die Lungen zu bekommen. Dadurch beschleunigt sich der Atemstrom. Es kommt einerseits zu Flattereffekten, ähnlich einer Fahne im Wind. Andererseits kann der Sog so stark werden, dass die Schleimhaut im Rachen in sich zusammenfällt wie ein weicher Schlauch, an dem man saugt. Damit können Atemstillstände provoziert werden. Dann spricht man von einem Schlafapnoe-Syndrom, das sich auf Dauer krankmachend auf den Körper auswirkt in Form von Tagesmüdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie erhöhtem Blutdruck und erhöhtem Schlaganfallrisiko.

LÖSUNG

Wir können helfen, die Situation zu verbessern, indem wir die Nasenmuscheln verkleinern und damit auf den Stand von vor ein paar Jahren bringen. Wir drehen sozusagen die Zeit etwas zurück. Dazu benutzen wir einen Laser. So können wir ein sehr verträgliches Verfahren anbieten, bei dem durch die Hitzeeinwirkung des Laserstrahls das Schwellgewebe verödet wird und im Zuge der Verheilung die Schwellkörper einige Millimeter zusammenschrumpfen. Dann ist gewährleistet, dass die Schwellkörper nicht mehr so groß werden, dass die Nase komplett verstopft.

Den Eingriff führen wir in örtlicher Betäubung und ambulant durch. Er dauert nicht länger als fünf Minuten. Zur Betäubung legen wir mit Betäubungsgel getränkte Tupfer in die Nase ein, Spritzen sind nicht notwendig. Während des Eingriffs können leichte Hitzesensationen zu verspüren sein, die aber sofort nachlassen, wenn der Laser an eine andere Stelle bewegt oder ausgeschaltet wird. Nachhaltige Schmerzen sind nach dem Eingriff nicht zu erwarten, und da der Laser blutstillend arbeitet, sind auch keine blutstillenden Tamponaden nötig. Natürlich wird es aber ein wenig bluten, so dass man sich für den Tag des Eingriffs nicht Besonderes mehr vornehmen sollte.

Durch die Verletzung in der Nase wird es in den ersten Tagen zu einer verstärkten Verstopfung der Nase kommen, da sich Wundbeläge und Schleim im Naseninneren bilden. Aus diesem Grunde behandeln wir zunächst nur eine Seite der Nase, damit die andere Seite frei für die Atmung ist, denn die Verstopfung kann etwa 10 Tage anhalten. So lange nicht durch die Nase atmen zu können, wäre sehr unangenehm. Wir werden natürlich jede Unterstützung geben, den Wundheilungsprozess zu fördern und so schnell wie möglich zu beenden, aber etwas Geduld ist schon gefragt.

Die Arbeitsfähigkeit ist schon am nächsten Tag gewährleistet, wahrscheinlich fühlt man sich wie bei einem leichten Schnupfen. Leichte sportliche Betätigung ist auch schnell wieder möglich. Im Vergleich zu anderen Operationen an der Nase wie Nasenscheidewandbegradigungen ist die Lasermuschelkaustik unkompliziert, schmerzlos und schnell durchzuführen.

Den Eingriff bieten wir als Privat- oder Selbstzahlerleistung an.