Kinder-HNO in Berlin

HNO-Praxis in Berlin speziell für Kinder und Jugendliche

Als Ihr Kinder-HNO in Berlin helfen wir bei der Überwindung von typischen Beschwerden bei Kleinkindern und Jugendlichen. Durch schonendes Herangehen mittels Homöopathie und Naturheilverfahren lassen sich invasive Maßnahmen häufig vermeiden. Im äußersten Fall stehen wir jedoch auch für die Durchführung einer zurückhaltenden Chirurgie zu Verfügung.

Mandelverkleinerung Bei Kindern

Nase zu oder chronisch verstopft?

Ihr Kind schnarcht? Hört schlecht? Spricht durch die Nase? Ist oft erkältet? Hat eine verstopfte Nase? Schläft unruhig?

Dann sind meist vergrößerte Rachenmandeln, auch Polypen oder Wucherungen genannt, die Ursache.

Was genau sind eigentlich Rachenmandeln?

Die Rachenmandeln sitzen direkt hinter der Nase im Rachenraum. Wie die „normalen” Mandeln gehören sie zum lymphatischen Rachenring und damit zum Immunsystem. Wie eine Art Filter sitzt dieser Ring an den oberen Atemwegen und schützt vor Krankheitserregern in der Atemluft. Bei einer Infektion sammelt sich hier die körpereigene Gesundheitspolizei, die weißen Blutkörperchen. Dabei schwillt das Gewebe etwas an. Nichts Schlimmes eigentlich, aber leider kommt es bei kleinen Kindern schnell zu einer Überreaktion dieses natürlichen Abwehrsystems.

Auch das Immunsystem muss lernen.

Das Immunsystem eines Menschen entwickelt sich erst während der ersten Lebensjahre. Nach und nach lernt es durch den Kontakt mit Bakterien und Viren, diese sicher zu identifizieren und sich dagegen zu schützen. Eine Zahl: Allein in den ersten vier Lebensjahren macht ein Kind mit bis zu 500 verschiedenen Viren Bekanntschaft. Erkältungen und kleinere Infekte bei Kindern sind also in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil: Sie sind notwendig, um ein stabiles Immunsystem aufzubauen.

Kindergarten, Spielplatz & Co.

Stürmen aber zu viele Keime, Bakterien oder Viren gleichzeitig auf den kindlichen Organismus ein, gerät das noch nicht voll ausgebildete Abwehrsystem aus dem Gleichgewicht. Eine Bronchitis jagt die andere, Halsentzündung, Angina, Mittelohrentzündung – kaum ist der eine Infekt gut überstanden, ist der nächste bereits da. Gerade im Winter und besonders im Kindergarten kommt es zu diesen Infektwellen. Das ständige Bombardement mit Krankheitserregern führt dann schnell dazu, dass die Abwehrkräfte überreagieren und die Rachenmandeln anschwellen.

Alles dreht sich um die Nase.

Sind die Rachenmandeln einmal vergrößert, verstopfen sie die engen Luftwege hinter der Nase zusätzlich. Ihr Kind muss durch den Mund atmen. Es schläft schlecht, ist unausgeruht, unkonzentriert, appetitlos, schnarcht, hört schlecht – kurz, seine Entwicklung ist verzögert. Hinzu kommen durch die ungefilterte Mundatmung verursachte Infekte, die ein Abschwellen der Rachenmandeln verhindern. Ein Kreislauf ist in Gang gesetzt, der ohne geeignete Therapie kaum zu durchbrechen ist. Was also tun?

Behandeln, bevor es chronisch wird.

Jeder Infekt für sich ist meist gut behandelbar. Die akuten Beschwerden lassen sich mit entsprechender Therapie rasch eindämmen. Allerdings können bei unzureichender Behandlung mit der Zeit chronische Symptome auftreten. Besonders im Bereich der Ohren sind diese nicht zu unterschätzen. Im schlimmsten Fall drohen Ihrem Kind dauerhaft erhebliche Hörschäden.

Durch die Nase ins Ohr.

Hinter der Nase sitzen nicht nur die Rachenmandeln, sondern auch die Ohrtuben. Sie sorgen dafür, dass immer genug Luft ins Mittelohr strömt, damit vor und hinter dem Trommelfell der gleiche Luftdruck herrscht. Nur dann kann das Trommelfell gut schwingen, und wir können gut hören. Wenn jetzt durch die verstopfte Nase keine Luft mehr durch die Ohrtuben gelangt, kommt es zu einem Unterdruck im Mittelohr. Zum Ausgleich beginnt dort eine rasante Schleimproduktion. Die Folge: Das Trommelfell kann nicht mehr frei schwingen. Dieser sogenannte Paukenerguss führt zu einem akuten Hörverlust von gut 30 Dezibel, das entspricht normaler Sprechlautstärke. Für kleine Kinder, die gerade dabei sind, richtig sprechen zu lernen, ist das besonders fatal.

Lieber einmal zu früh und zu oft als zu spät.

Umso wichtiger scheint es uns, frühzeitig mit einer geeigneten Behandlung zu beginnen und den geschilderten Kreislauf zu durchbrechen. Natürlich müssen in jedem Fall zunächst die akuten Beschwerden behandelt werden. Daneben gibt es aber zusätzliche Therapiemöglichkeiten, die das Immunsystem stabilisieren und die Infektanfälligkeit Ihres Kindes positiv beeinflussen können. Gerade kleine Kinder sprechen z.B. gut auf homöopathische Mittel an. In vielen Fällen hilft auch eine mikrobiologische Therapie zur Reaktivierung der Darmbakterien.

Was hat der Darm mit einer Erkältung zu tun?

So merkwürdig es klingt, der Darm spielt tatsächlich eine wichtige Rolle bei der Infektabwehr. Die „guten“ Bakterien bilden eine innere Schutzschicht im Darm, die das Eindringen von „bösen“ Bakterien verhindert. Moderne Antibiotika und auch falsches Essen können diese Schutzschicht zerstören. Und genau hier setzt die mikrobiologische Therapie an, in dem sie das bakterielle Gleichgewicht im Darm wiederherstellt. Bei manchen Kindern allerdings helfen alle schonenden Behandlungsansätze nichts. Die Rachenmandeln bleiben geschwollen und die Nase ist immer noch zu.

Operation Nase frei!

In solch hartnäckigen Fällen raten wir dann zur Entfernung der Rachenmandeln. Die Operation führen wir in Vollnarkose durch. Die Rachenmandel wird dabei mit einem speziellen Messer herausgeschnitten. Zurück bleibt eine Wunde, die man leider weder verbinden noch zunähen kann. Deshalb achten wir besonders auf eine gute Blutstillung.

Der Einsatz des Paukenröhrchens.

Damit der Schleim aus dem Mittelohr abfließen kann, machen wir zusätzlich einen kleinen Schnitt ins Trommelfell und saugen die Flüssigkeit ab. Durch den Schnitt legen wir anschließend ein winzig kleines Röhrchen. Dieses Paukenröhrchen sorgt dafür, dass der Schnitt eine Zeitlang offen bleibt und das Mittelohr in Ruhe ausheilen kann. Nach ein paar Monaten wächst das Röhrchen einfach aus dem Trommelfell heraus und fällt in den Gehörgang. Von dort kann es dann ganz leicht entfernt werden.

Nach der Operation.

Zunächst einmal schläft sich Ihr Kind unter Ihrer Obhut richtig aus. Das dauert so ca. zwei Stunden. Zuhause sollten Sie dann bis zum nächsten Morgen darauf achten, dass Ihr Kind nicht zu sehr herumtobt. Zugegeben, keine leichte Aufgabe, denn in der Regel sind die Kleinen schon ein paar Stunden nach der OP wieder richtig fit. Kein Wunder, denn oft haben sie zum ersten Mal seit langem wieder eine freie Nase. Nach 24 Stunden haben sich ausreichend stabile Wundbeläge gebildet, so dass keine Gefahr mehr durch Nachblutung besteht. Sie können Ihr Kind langsam wieder durchstarten lassen.

Aber dann …

Leider gibt es tatsächlich Kinder, die wollen trotz allem einfach nicht richtig gesund werden. Stattdessen beginnen bei ihnen die „richtigen” Mandeln zu wachsen - ohne erkennbare Ursache. Die Kleinen bekommen dann mehr und mehr Schwierigkeiten, durch den Mund zu atmen. Meist sprechen sie auch ein bisschen seltsam, fast so wie Kermit, der Frosch aus der Sesamstraße. Das mag zwar niedlich klingen, gesund ist es jedoch nicht. Es muss also etwas geschehen.

Mandeln raus, Eiscreme rein?!

Im Gegensatz zu den Rachenmandeln kann man die Mandeln nicht so einfach entfernen, denn bei der Entwicklung des Immunsystems sind sie unentbehrlich. Die Lösung: Mandelverkleinerung. Früher hat man das ganz einfach mit einer Schere gemacht. Und die Kleinen haben sich gefreut, weil sie danach ganz viel Eiscreme essen durften. Das Problem: Die zurückbleibenden Narben auf den Mandeln entzünden sich oft, so dass doch noch das gesamte Mandelgewebe entfernt werden muss.

Dank Laser ohne Narben.

Als Ihr Kinder-HNO in Berlin führen wir die Mandelverkleinerung mit einem Lasergerät durch. Damit können wir schonend und ganz präzise das überflüssige Gewebe entfernen. Das Schöne bei dieser sogenannten Laser-Tonsillotomie: Es bleiben keinerlei Narben zurück. Die Mandeln sehen so glatt und rosig aus wie vor dem Eingriff und können ihre wichtige Rolle für das Immunsystem weiterhin erfüllen. Und das Beste: Ihr Kind bekommt gleich nach dem Eingriff endlich wieder richtig Luft.